Schülerpraktika überflüssig: Firmen haben heutzutage Kaffeevollautomaten

Die Zukunft sieht für jene Schüler, die in einen Beruf reinschnuppern wollen, ziemlich düster aus. Mittlerweile sind nämlich nahezu alle Unternehmen in Deutschland mit hochwertigen Kaffeevollautomaten ausgestattet. Dadurch wird das sogenannte Schülerpraktikum, das an eigentlich allen deutschen Schulen während der Schullaufbahn mindestens einmal angeboten und teils verpflichtend durchgeführt wird, total überflüssig.

Im Gespräch mit der Direktorin eines Gymnasiums in Fulda (Hessen) äußert sie: „Das meist zweiwöchige Schülerpraktikum war bisher ein fester Bestandteil in der Sekundarstufe II auf meiner Schule. Es war außerdem immer nützlich, um den Eltern zu zeigen, dass wir uns tatsächlich für die Karriere und den beruflichen Werdegang ihrer Kinder interessieren, was natürlich völliger Unsinn ist. Aber mal unter uns: Es ist klar, dass die Schüler da alle nur Kaffee kochen und diesen den Vorgesetzten dann servieren. Ich glaube, sogar die Eltern wissen das. Aber heutzutage hat ja wirklich fast jede verdammte Firma einen Kaffeevollautomaten, da wird das Praktikum natürlich unsinnig. Ich meine, was sollen die da denn sonst machen?“

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Die These der zunehmenden Anzahl an Kaffeevollautomaten wird durch eine Studie gestützt, die besagt, dass ca. 97% aller Firmen, Unternehmen, Institutionen und Büroabteilungen in Deutschland eine solche Maschine besitzen. Als diese erschreckenden Zahlen in die Innenministerien der einzelnen Bundesländer durchsickerten, kamen auch die Innenminister ins Grübeln, ob ein Praktikum der Schüler unter solchen Bedingungen überhaupt Sinn mache.

Heute morgen haben sie schließlich nach langen Überlegungen einstimmig beschlossen, die Schülerpraktika in ihrer bisherigen Form für die Zukunft komplett zu streichen. Fortan sollen alle Schüler alternativ ein zweiwöchiges Praktikum als Lehrkraft oder Sekretär/in an ihrer eigenen Schule machen. Dadurch wollen die Innenminister dem Lehrer- und Personalmangel entgegenwirken und gleichzeitig die ohnehin schon leere Staatskasse schonen. Außerdem haben die öffentlichen Schulen nicht die finanziellen Mittel, Kaffeevollautomaten anzuschaffen, verrät uns der Innenminister von Nordrhein-Westfalen augenzwinkernd.

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Autor: dmnk; Foto: Pixabay

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